Schöne Ferien, heiße Ferien

Irgendwie – nachdem die Hitzewelle Ende Juni vorbei war – hatte ich das gefühl, dass es 2025 gar nicht allzu warm war. Diesensubjektiven Eindruck wollte ich durch meine Zahlen überprüfen und habe die Daten bis zum 13. Juli in Österreich ausgewertet:

Langen am Arlberg klammere ich ein wenig aus, denn dort wurde in den letzten Jahren die Mess-Station, die die Temperaturwerte liefert, verlegt – nur Niederschlagsdaten gibt es immer noch an der „alten“ Mess-Stelle.

Die obere rote Säule zeigt uns an, welchen Rang der Juli 2025 unter allen bisher an den mess-Stationen gemessenen Julis (bis zum 13.) belegt. Am „besten“ schneidet dabei Bad Gleichenberg ab, wo es noch für Platz 14 reicht. Auch Feldkirch und Bruck an der Mur schaffen es (gerade noch) unter die Top20. In Innsbruck und Salzburg gab es mindestens schon 40 andere Juli-Anfänge, an denen es in der Messgeschichte wärmer war als 2025.

Was mich ebenfalls noch interessiert hat: Um wie viel Grad war denn der jeweilige Rekord-Juli (wieder bis zum 13.) an der Mess-Station wärmer? Und da habe ich mich dann doch bestätigt gefühlt: zwischen „nur“ 2,9 °C mehr in Bad Gleichenberg und ganzen 5,8 Grad mehr in Innsbruck war es im wärmsten Juli aller Mess-Zeiten an den Stationen wärmer.

Was ich ebenfalls noch interessant finde: Wie iche rwartet habe, stammen die meisten Rekordwerte aus den letzten 10 bis 20 Jahren. In Feldkirch, Freistadt, Reichenau an der Rax, Wien und Wörterberg gab es den heißesten Julibeginn aller Mess-Zeiten jedoch schon in den 50er-Jahren!

Fazit

Bisher war der Juli nicht der „heißeste aller Mess-Zeiten“. Um das zu erreichen, bräuchten wir sicher noch eine lang andauernde Hitzewelle in der zweiten Hälfte des Sommermonats. Am ehesten warm war es ganz im Westen und im Südosten Österreichs.
Trotzdem weise ich hier alle die, die jetzt sagen: Ich wusste es, es ist gar nicht wahr, dass es wärmer wurde, auf folgendes hin: Im Vergleich zum Schnitt ALLER Jahre seit Messbeginn war der Juli bis zum 13.7. überall um 0,4°C bis 2,7°C wärmer. Und verglichen mit dem Schnitt der Jahre 1991-2020 waren (Ausnahme Langen – siehe Vorbehalte oben!) immer zwischen 0,1°C (Sonnblick) und 1,7°C mehr (Feldkirch und Bruck/Mur).

Es liegt also auch hier wieder ganz im Auge des Betrachters – oder des Übermittlers der Botschaft!