Martin Sprenger, den ich seit Covid-Zeiten gut kenne und sehr schätze, hat mahrere Anfragen im Sinne des Informationsfreiheitsgesetz gestellt an verschiedene Stellen. Ich darf euch mit seiner Erlaubnis eine sehr brisante davon öffentlich zeigen:
Frage 1
Anfrage im Sinne des Informationsfreiheitsgesetz an das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMASGPK) – post@sozialministerium.gv.at
Betreff: Anfrage zu den bestellten, bezahlten und entsorgten Corona-Impfstoffen, sowie bestellten, bezahlten und entsorgten antiviralen Medikamenten zur Behandlung von COVID-19
Hiermit beantrage ich gemäß § 7ff IFG die Erteilung folgender Information:
1. Anfrage zu den bestellten, bezahlten und entsorgten Corona-Impfstoffen
Frage 1: Wie viele Corona-Impfstoffe wurden bis dato (23.09.2025) vom Bund oder anderen öffentlichen Einrichtungen bestellt (Anzahl der Impfstoffeinheiten) und mit öffentlichen Mitteln bezahlt (Summe in Euro)? (BITTE Einkaufsmenge und Einkaufspreis für jeden Impfstoff nach Hersteller gesondert angeben)
BMASGPK: Die angefragten Informationen können dem öffentlich zugänglichen Bericht an den Nationalrat nach § 3 Abs. 5 des Bundesgesetzes über die Errichtung des COVID-19-Krisenbewältigungsfonds entnommen werden. Die Einzelpreise für COVID-19-Impfstoffe unterliegen einer vertraglichen Vertraulichkeit und können daher nicht offengelegt werden.
Frage 2: Wie viele Corona-Impfstoffe wurden bis dato (23.09.2025) entsorgt? (BITTE Entsorgungsmenge für jeden Impfstoff nach Hersteller gesondert angeben)
Die Antwort des Ministeriums:
Die “schwarzen Zahlen” (bitte nicht falsch verstehen… *grins*) stammen vom Ministerium. Die roten sind Berechnungen meinerseits, wobei eine Summe von 20 Euro pro Dosis für Einkauf UND Entsorgung sehr niedrig angesetzt sind!

Meine eigenen Anmerkungen dazu: Das bedeutet, dass in Österreich alleine im Jahr 2025 schon fast eine Million an Impfdosen entsorgt wurden und insgesamt wurden fast 27 Millionen Dosen entsorgt – das würde reichen, um alle Einwohner in Österreich noch fast weitere drei Mal zu impfen!
Kostenpunkt bei der niedrig angesetzten Schätzung von 20 Euro pro Dosis: Gute 532 Millionen Euro!
Frage 2
2. Anfrage zu den bestellten, bezahlten und entsorgten antiviralen Medikamenten zur Behandlung von COVID-19
Frage 1: Wie viele antivirale Medikamente zur Behandlung von COVID-19 wurden bis dato (23.09.2025) vom Bund oder anderen öffentlichen Einrichtungen bestellt (Anzahl der Packungen) und mit öffentlichen Mitteln bezahlt (Summe in Euro)? (BITTE Einkaufsmenge und Einkaufspreis für jeden Hersteller gesondert angeben)
BMASGPK: Die angefragten Informationen können dem öffentlich zugänglichen Bericht an den Nationalrat nach § 3 Abs. 5 des Bundesgesetzes über die Errichtung des COVID-19-Krisenbewältigungsfonds entnommen werden. Die Beschaffungsmengen und Einzelpreise für COVID-19-Therapeutika unterliegen einer vertraglichen Vertraulichkeit und können daher nicht offengelegt werden.
Frage 2: Wie viele antivirale Medikamente zur Behandlung von COVID-19 wurden bis dato (23.09.2025) entsorgt? (BITTE Entsorgungsmenge für jeden Hersteller gesondert angeben)
BMASGPK: Die konkreten Inhalte der Beschaffungsverträge unterliegen der Vertraulichkeit, daher können Fragen zu konkreten Vertragsbestimmungen der einzelnen Beschaffungsverträge oder solche, die Rückschlüsse auf diese zulassen, nicht beantwortet werden. In Summe ist bis April 2025 bei rund 184.996 Behandlungseinheiten das Verfallsdatum überschritten worden.
Wieder eigene Anmerkungen von mir dazu: Wir setzen bei den antiviralen Mitteln wieder eine Summe ein für Beschaffung und Entsorgung, die eher niedrig angesetzt ist: 400 Euro (ja, die sind teurer als die Spritzen!).
Macht insgesamt alleine für die zu entsorgenden Medikamente weitere 73.998.400 Euro.
Fazit
606.333.980 Euro wurden in Österreich (Schätzung der Kosten, die aber niedrig angesetzt ist) alleine bis 2025 ausgegeben, um zu viel bestellte und nie gebrauchte Corona-Impfstoffe und antivirale Medikamente zu kaufen und wieder zu entsorgen.
Zum Vergleich: Mit dem Geld könnten aus dem Staats-Budget fast die gesamten Ausgaben au dem Jahr 2024 für den Bereich Kunst & Kultur oder auch Innovation und Technologie (Forschung) bestritten werden.
Oder: Das würde reichen, um etwa ein Zehntel aller Lehrpersonen zu bezahlen ein Jahr lang – oder etwa 1.000 neue Lehrpersonen einzustellen.
Oder: Damit hätte man fast drei Jahre lang die staatlichen Sportförderungen bezahlen können, die 2024 (vor den Kürzungen, die nun überall stattfinden) bezahlt wurden.
Noch ein Vergleich aus dem Pflegebereich: Damit könnten mehr als 22.000 Pflegefachkräfte mit einem durchschnittlichen Gehalt (14 Monatsgehälter!) ein Jahr lang bezahlt werden!
Noch Fragen?