Die Summe der Teile…

Tagesmaxima 2025 – ein genauerer Blick

Ich habe heute schon etwas zu den Temperaturen (Tagesmaxima von “meinen” 16 geosphere-Stationen in Österreich) geschrieben. Hier noch ein genauerer Blick auf die Werte.

Zuerst habe ich bei allen Stationen die Werte auf drei Arten verglichen für jeden Monat:

  • mit dem Schnitt ALLER MESSJAHRE, für die es Daten zu den Tagesmaxima gibt
  • mit dem Schnitt der “Klimaperiode 1991-2020”
  • mit dem Schnitt der letzten zehn Jahre, also 2015 bis 2024

Das sieht im einzelnen etwa so aus und ist eher verwirrend, wegen der vielen Linien:

Der Dezember ist darum nur “gepunktet”, weil hier noch 12 Tage fehlen – also fast 39% aller Daten. Hier, wo es um die Werte von 2025 im Vergleich zu ALLEN Messjahren der Stationen geht, fällt zum Beispiel auf, dass Innsbruck die ersten zwei Monate DEUTLICH über dem Schnitt lag – was zwar im Jänner überall, im Februar jedoch nur zum Teil der Fall war. Auch am Ende des Jahres sticht Innsbruck wieder heraus, dafür war es in Seckau deutlich weniger “zu warm” im bisherigen Dezember.

Das Endergebnis als “Gesamtschnitt”

Interessanter ist diese Grafik: Wir sehen das Mittel aller 16 Stationen – also quasi einen groben “Österreich-Trend”, in dem die Werte aus 2025 verglichen werden mit den einzelnen langjährigen Durchschnittswerten:

  • Der Jänner war zwischen 1,7°C (10-Jahres-Mittel) und 3,5°C (alle Messjahre) zu warm.
  • Im Februar war es zwar wärmer als im Mittel aller Messjahre zusammen, aber deutlich kühler als in den letzten 10 Jahren
  • Der März und der April waren zwischen 1,5°C und 3,5°C zu warm.
  • Der Mai 2025 war KÄLTER als alle Mittelwerte, mit denen ich die Temperaturen für dieses Jahr vergleiche.
  • Der Juni war der wärmste Monat im Vergleich zu den Durchschnittswerten und um 2°C bis 5°C zu warm.
  • Der Juli war nur wärmer als das Mittel aus allen Messjahren, aber kühler als der Schnitt von 1991-2020 und 2015-2024.
  • Im August war es etwas kühler als in den letzten zehn Jahren, jedoch wärmer als im Schnitt aller Jahre und der Klimaperiode 1991 bis 2020.
  • Der September war zwischen 0,5 und 1,8 Grad zu warm. Interessant erscheint mir hier, dass der Monat offensichtlich im Mittel aller Jahre wärmer war als im Mittel der Jahre 1991 bis 2020.
  • Der Oktober war wie der Mai kälter als alle Mittelwerte.
  • Der November lag in etwa im Schnitt der Klimaperiode 1991 bis 2020 und war kühler als die letzten zehn Jahre. Im Vergleich zu allen Jahren war er etwas zu warm.
  • Der Dezember täuscht insofern noch sehr, weil hier die letzten und üblicherweise kältesten Tage des Monats noch fehlen. Momentan sieht er jedoch etwas zu warm aus.
  • Im Schnitt des ganzen Jahres war es 2025 ca. ein halbes Grad wärmer als im Mittel der letzten zehn Jahre, fast 2 °C wärmer als in den Jahren 1991 bis 2020 und knapp über 2°C wärmer als im Mittel aller Jahre. Auch hier fehlen noch fast zwei Wochen aus dem Dezember 2025.

FAZIT

Der Jänner, März, April und vor allem Juni waren deutlich zu warm verglichen mit den letzten zehn Jahren, der Klimareferenzperiode 1991-2020 und dem Mittel aller Jahre. Es gab allerdings mit Mai und Oktober zwei eindeutig zu kühle Monate. Insgesamt reicht es wohl aus, dass das Jahr 2025 je nach Vergleichszeitraum zwischen einem halben und zwei Grad zu warm war.