Der September 2025 (Maximaltmperaturen)

Das wird nichts werden mit den Schlagzeilen über den September 2025. Nirgends reichte es in Sachen Temperaturen für einen Top-10-Platz. Am “wärmsten” war er noch in Wien, wo es immerhin für Platz 14 reichte in einer langen Messgeschichte – auch am Sonnblick war es derselbe Rang.
Am “kühlsten” war er wohl in Langen am Arlberg mit gerade einmal Platz 34 – auch hier gibt es mit Salzburg eine zweite Mess-Station mit demselben Rang.

Ziemlich in der Mitte liegt Feldkirch mit Platz 23 – hier unter 88 Messjahren:

Interessant sind die unterschiedlichen Einzelwerte aller Tagesmaxima innerhalb der Jahre mit Messdaten: So war es im September 2001 mit 15,4 Grad im Mittel so kühl wie sonst an keinem anderen September, seit die Maximalwerte in Feldkirch erhoben werden. Nur 22 Jahre später, im Jahr 2023 war es im Mittel fast 10 Grad wärmer als damals. Damit war es 2023 noch einmal um 0,3°C wärmer als im bisher wärmsten September in Feldkirch – der war im Jahr 1961.
Der September 2025 liegt mit einem Mittel von 21,1°C auf Platz 23 von 88 Jahren.
wenn wir uns noch die 20-Jahres-Schnitt-Linie anschauen (dunkelrot), dann sehen wir, dass von 1972 bis 2017 das Mittel knapp unter 20 Grad lag, davor und danach darüber.

Abschließend noch ein Blick auf die Niderschläge:

Hier sehen wir, wie viele Septembermonate in der Messgeschichte (die Zahl nach dem Ortsnamen ober der Säule sagt uns immer, wie viele Jahre bereits gemessen wurden) TROCKENER waren als der von 2025.

In Bruck/Mur oder Zwettl zum Beispiel war es – wie auch in Wien oder in Wörterberg – durchaus nass für diese Jahreszeit. In Salzburg oder Kremsmünster hingegen war es eher trocken.

Fazit

Einen Top-10-Platz habe ich gefunden unter allen Daten, die ich mir angeschaut habe: In Zwettl reichte es für den neunt-nassesten September seit Messbeginn – und das war immerhin vor fast 90 Jahren. Während der September im Nordosten des Lanes eher feucht war, blieb es im Voralpengebiet zwischen Salzburg und Linz eher trocken im Vergleich der Jahre.

Temperaturmäßig reißen Werte zwischen Platz 14 und Platz 33 niemanden vom Hocker denke ich. Um also eine reißerische Schlagzeile zu liefern, braucht es wohl ein Zusammenfassen bis hin zum wirklich mancherorts sehr heißen Juni – oder eben irgendwelchen globalen Temperaturberechnungen. Lassen wir uns doch überraschen!

Ich persönlich wünsche mir noch einen sonnigen, goldenen Oktober. Und danach einen Winter mit viel Schnee zu einer Zeit, wo er vielen eine Freude macht – also ausnahmsweise eher zu Weihnachten und nicht erst zu Ostern.